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Næs Jernverksmuseum - ein altes Eisenwerk

Ein Spaziergang durch die Industriegeschichte

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Was ist das Næs Jernverksmuseum?

In Nes Verk steht ein einzigartiges altes Eisenwerk. Es ist fast vollständig erhalten und zeigt Gebäude, Werkzeug und Maschinen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.
Das Næs Jernverk (Eisenwerk) ist eins der bedeutendsten Zeugnisse norwegischer Industriegeschichte.

Film und Führung
Besucher sehen zunächst einen Film mit authentischen Aufnahmen aus der Eisen- und Stahlproduktion früherer Zeiten. Der Film zeigt die einzelnen Schritte von der Holzkohleherstellung im Wald und dem Erzabbau im Bergwerk bis zum Stahlschmieden unter riesigen Hämmern, die von Wasserrädern angetrieben wurden.

Anschliessend nimmt ein kundiger Führer Sie mit auf einen Rundgang durch die gesamte Anlage - Industriegeschichte zum Greifen nah.

Die einzelnen Gebäude beherbergten verschiedene Produktionsweige und stehen heute allen Besuchern während einer Führung offen. Sie kommen auch an dem gewaltigen Doppelhochofen vorbei, und die zahlreichen Gerätschaften vermitteln einen hervorragenden Einblick in die Eisenherstellung von einst, wie sie nicht nur hier, sondern auch in anderen Eisenwerken vor sich ging.

Zufahrt und kontakt
In Fianswingen westlich von Tvedestrand von der E18 abbiegen und den Schildern folgen; nach etwa drei Kilometern auf dem Riksvei 415 sehen Sie Næs Jernverk auf der linken Seite liegen.

Öffnungszeiten: 13. Mai - 26. August von 11.00 bis 16.00 Uhr; - sonst nach Absprache.

Eintritt (2018): Erwachsene 60,- NOK, Kinder 30,- NOK, Familie 130,- NOK

Adresse: Næs Jernverksmuseum, Nesverkveien 240, 4934 Nes Verk

Tel. +47 37 16 05 00

Eine kurze Zusammenfassung der Geschichte
1574 wurde in der Nähe von Arendal das Eisenwerk Barbu errichtet, das bis ca. 1660 in Betrieb war. Das Næs Eisenwerk wurde in 1665 errichtet, aber die name war Baaseland. Das Baaseland-Werk wurde 1738 in Næs Verk umbenannt.

Nach 1870 waren nur noch wenige Eisenwerke in Norwegen in Betrieb; auf Næs Verk wurde noch bis 1909 Eisenerz verhüttet. Die anderen Produktionsazeige wurden weitergeführt, bis am 13. November 1959 eine grosse Überschwemmung das
Werk für immer stillegte.

Ein vielseitiger Betrieb
Næs Verk war nicht nur das zweitgrösste Eisenwerk des Landes, sondern auch ein äusserst vielseitiger Betrieb. Hier gab es Giessereien, ein Stahl- und ein Walzwerk, eine Hammerschmiede, und hier wurden unter anderem Feilen, Äxte und Hufeisen gefertigt. Der überwiegende Teil der Beschäftigten arbeitete in der Holzkohleherstellung, im Erzabbau und im Transport. Darüberhinaus betrieb man in Nes Forst- und Landwirtschaft, Mühlen, Holzverarbeitung, Schiffahrt und Handel. Von 1853 an war das Egeland Eisenwerk in Gjerstad eine Filiale von Næs Verk.

Ein Museum entsteht
Schon als 1959 der Betrieb in Nes aufhörte, kam der Gedanke auf, das Werk unter
Denkmalsschutz zu stellen. Das geschah im Jahre 1967. Seitdem haben die zuständigen Behörden viel investiert, um die Anlage zu sichern und Besuchern zugänglich zu machen. Seit der Eröffnung des Næs Jernverkmuseums 1993 werden hier ständig neue Attraktionen geboten.

Wofür war das Werk bekannt?
Heute kennen wir Næs Verk in erster Linie als Lieferant von eleganten Öfen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Von 1860 an produzierte das Werk vor allem hochwertigen Spezialstahl. Unter den Kunden war gegen Ende des vorigen Jahrhunderts auch die norwegische Feldartillerie, die stählerne Kanonen und Granaten aus Nes bezog.

Auch die Umgebung ist sehenswert
Kulturlandschaft und Bebauung rund um Næs Verk haben sich in den letzten 150 Jahren nicht nennenswert verändert. Der romantische alte Park "Lunden" wird gerade restauriert; Storelva, der Fluss, der mitten durch das Werksgelände strömt und früher sämtliche Maschinen antrieb, ist heute ein Tummelplatz für Lachse und Forellen - und ein Eldorado für Angler. Vom Werk aus führen gekennzeichnete Spazierwege zu den alten Arbeiterhäusern, und der benachbarte Golfplatz ist einer der grössten und schönsten von ganz Norwegen.