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Næs Jernverksmuseum - ein altes Eisenwerk
Ein Spaziergang durch die Industriegeschichte

Was ist das Næs JernverksmuseumNye skilt pu00e5 museet, juli 07 003.jpg

In Nes Verk steht ein
einzigartiges altes Eisenwerk. Es ist fast vollständig erhalten und
zeigt Gebäude, Werkzeug und Maschinen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.
Das Næs Jernverk (Eisenwerk) ist eins der bedeutendsten Zeugnisse
norwegischer Industriegeschichte.

Film und Führung

Besucher sehen zunächst
einen Film mit authentischen Aufnahmen aus der Eisen- und
Stahlproduktion früherer Zeiten. Der Film zeigt die einzelnen Schritte
von der Holzkohleherstellung im Wald und dem Erzabbau im Bergwerk bis
zum Stahlschmieden unter riesigen Hämmern, die von Wasserrädern
angetrieben wurden.

Anschliessend nimmt ein
kundiger Führer Sie mit auf einen Rundgang durch die gesamte Anlage -
Industriegeschichte zum Greifen nah.

Die einzelnen Gebäude
beherbergten verschiedene Produktionsweige und stehen heute allen
Besuchern während einer Führung offen. Sie kommen auch an dem gewaltigen
Doppelhochofen vorbei, und die zahlreichen Gerätschaften vermitteln
einen hervorragenden Einblick in die Eisenherstellung von einst, wie sie
nicht nur hier, sondern auch in anderen Eisenwerken vor sich ging.



Zufahrt und kontakt

In Fianswingen westlich von Tvedestrand von der E18 abbiegen und den Schildern folgen; nach etwa drei Kilometern auf dem Riksvei 415 sehen Sie Næs Jernverk auf der linken Seite liegen.

Öffnungszeiten: 15. Mai - 31. August von 11.00 bis 16.00 Uhr; - sonst nach Absprache.

Eintritt (2016): Erwachsene 60,- NOK, Kinder 30,- NOK, Familie 130,- NOK. .

Adresse: Næs Jernverksmuseum, Nes Verkveien 240, 4934 Nes Verk

Tel. +47 37 16 05 00




1574 wurde in der Nähe von Arendal das Eisenwerk Barbu errichtet, das bis ca. 1660 in Betrieb war. Das Næs Eisenwerk wurde in 1665 errichtet, aber die name war
Baaseland. Das Baaseland-Werk wurde 1738 in Næs Verk umbenannt.

Nach 1870 waren nur noch wenige Eisenwerke in Norwegen in Betrieb; auf Næs Verk wurde noch bis 1909 Eisenerz verhüttet. Die anderen Produktionsazeige wurden weitergeführt, bis am 13. November 1959 eine grosse Überschwemmung das
Werk für immer stillegte.

Ein vielseitiger Betrieb

Næs Verk war nicht nur das zweitgrösste Eisenwerk des Landes, sondern auch ein äusserst vielseitiger Betrieb. Hier gab es Giessereien, ein Stahl- und ein
Walzwerk, eine Hammerschmiede, und hier wurden unter anderem Feilen,
Äxte und Hufeisen gefertigt. Der überwiegende Teil der Beschäftigten
arbeitete in der Holzkohleherstellung, im Erzabbau und im Transport.
Darüberhinaus betrieb man in Nes Forst- und Landwirtschaft, Mühlen,
Holzverarbeitung, Schiffahrt und Handel. Von 1853 an war das Egeland
Eisenwerk in Gjerstad eine Filiale von Næs Verk.

Ein Museum entsteht

Schon als 1959 der Betrieb in Nes aufhörte, kam der Gedanke auf, das Werk unter
Denkmalsschutz zu stellen. Das geschah im Jahre 1967. Seitdem haben die
zuständigen Behörden viel investiert, um die Anlage zu sichern und
Besuchern zugänglich zu machen. Seit der Eröffnung des Næs
Jernverkmuseums 1993 werden hier ständig neue Attraktionen geboten.

Wofür war das Werk bekannt?

Heute kennen wir Næs Verk in erster Linie als Lieferant von eleganten Öfen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Von 1860 an produzierte das Werk vor allem hochwertigen Spezialstahl. Unter den Kunden war gegen Ende des vorigen Jahrhunderts auch die norwegische Feldartillerie, die stählerne Kanonen und Granaten aus Nes bezog.

Auch die Umgebung ist sehenswert

Kulturlandschaft und Bebauung rund um Næs Verk haben sich in den letzten 150 Jahren nicht nennenswert verändert. Der romantische alte Park "Lunden" wird gerade restauriert; Storelva, der Fluss, der mitten durch das Werksgelände
strömt und früher sämtliche Maschinen antrieb, ist heute ein Tummelplatz
für Lachse und Forellen - und ein Eldorado für Angler. Vom Werk aus
führen gekennzeichnete Spazierwege zu den alten Arbeiterhäusern, und der
benachbarte Golfplatz ist einer der grössten und schönsten von ganz
Norwegen.